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XLETIX Kühtai, Tirol 07/2017

Ein OCR Lauf in den Bergen mit reichlich Höhenmetern und vor traumhafter Kulisse? Genau dafür steht XLETIX Kühtai, der höchste Hindernislauf der Welt!

Kühtai ist eine kleine Ortschaft in Tirol, die eher als Wintersportort bekannt ist und offiziell eine Einwohnerzahl von gerade mal 29 aufweist. Gelegen ist die Ortschaft auf einer Höhe von rund 2000 Metern. Die L-Distanz, die ich zusammen mit meinem Race-Buddy Lisa gelaufen bin, geht über 21km und rund 1400 Höhenmeter.

Xletix Kühtai – Der höchste Hindernislauf der Welt

Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer, denn auf der Passstrasse nach Kühtai hatten es sich ein paar Kühe bequem gemacht, sodass ersteinmal gar nichts mehr ging. Die Autos stauten sich in beide Fahrtrichtungen, die Kühe zeigten sich sichtlich unbeeindruckt. :-)

Endlich angekommen am Eventort, stauten sich die Läufer in einer laaaaangen Schlange an der Anmeldung und es war fraglich, ob wir die Anmeldung, das Schuhe-Anziehen und Tasche-Abgeben und dann hin zur Startlinie noch pünktlich schaffen würden.

10:20 Uhr war unsere Startzeit, um 10:19 Uhr platzten wir ins Warm-Up rein, ein wenig abgehetzt aber gerade noch pünktlich. #TeamDeadlineJunkies

Also auf geht’s, ich war heiss, leicht nervös und bereit. Lasset die Spiele beginnen!

35 Hindernisse und eine ganz besondere Herausforderung

Direkt nach dem Start ging es dann ersteinmal 200 Meter einen steilen Berg hinauf, der unmissverständlich auf das einstimmen sollte, was uns die nächsten 21 Kilometer erwarten würde. Eine hügelige und steile Streckenführung, die es in sich hatte!

Die insgesamt 35 Hindernisse waren waren keine grosse Herausforderung und es gab auch keine Überraschung. Von der Highspeed Wasserrutsche, über den Barbwire Crawl, das Seilklettern, diverse Hangelhindernisse, Eskaladierwände und Sandbag-Carry war alles dabei, was man von Xletix und anderen Hindernisrennen gewohnt ist.

Die eigentlich Herausforderung lag in der Streckenführung mit ihren zum Teil brutalen Anstiegen. Die Elite hat diese Steigungen vielleicht im Laufschritt genommen, für uns Normalsterbliche war allerdings im besten Fall ein kontinuierliches Schritttempo drin.

Die Regel war jedoch, dass bei den Aufstiegen zahlreiche Verschnaufspausen eingelegt werden mussten.

Generalprobe bestanden?!

Überrascht war ich von meiner konditionellen Form, denn einen Teil der Anstiege hätte ich sicherlich trabend laufen können, wohl aber ohne Unterbrechung hinaufgehen können. Das hab ich -ehrlich gesagt- so nicht erwartet, da ich in Münster immer nur im absolut flachen Gelände trainieren kann.

Dennoch hab ich immer wieder Pausen eingelegt, um mich von meinem Race-Buddy Lisa einfangen zu lassen und um die herrliche Kulisse in den Bergen bei traumhaftem Wetter zu geniessen. Unbeschreiblich schön!

Im Ziel angekommen, ging es mir wirklich prima. Ich war bei weitem nicht an meinem Limit und hätte locker noch weiterlaufen können. Auch am Folgetag ging es mir gut. Klar, ich habe gemerkt, dass ich 21km mit 1400HM hinter mir hatte, aber ich wäre durchaus in der Lage gewesen, ein weiters Rennen zu bestreiten.

Das sind sehr gute Aussichten für die Spartan Race Trifecta (Tag 1: Beast und Sprint Distanz, Tag 2: Super Distanz) in Oberndorf, Tirol im September 2017. Denn das ist nach wie vor das eigentliche Ziel von all den Races und meinem Lauftraining! #3Medals2Days1Team

Ach so, vermutlich interessiert Dich noch, wie lange wir für die 21,8km gebraucht haben? Gemütliche 5:03 Stunden, von denen ich 4:02 Stunden in Bewegung war (der Rest bestand aus Warten). Mein Durchschnittspuls lag bei 128bpm, die durchschnittliche Pace lag bei 36,8 wundervolle Aussichten pro Kilometer!

Wo wir gerade bei Leistung sind: Ganz grossen Glückwunsch an Charles Franzke, der mit 2:36:21 Stunden Platz 1 bei der Männer-Elite belegt hat und an Vanessa Gebhardt (jepp, die Freeletics Powerfrau!), die mit 3:04:32 Stunden auf Platz 1 bei der Frauen-Elite gelandet ist. Hammer Leistung!

Endspurt bis zum Spartan Race Trifecta in Oberndorf

Seit ich im Oktober 2016 mit dem Laufen angefangen habe, haben mich immer wieder kleinere oder grössere Verletzungen ausgebremst. Diesmal war es das erste Rennen, bei dem es keinerlei Probleme mit Gelenken, Muskeln oder Sehnen gab. Alles hat gehalten – von leichten Krämpfen in der Oberschenkelinneseite beim Barbwire-Crawl (unter einem Zaun her) bergauf.

Die verbleibenden fünf Wochen bis zur Trifecta werde ich nun dafür nutzen, mich weiter vorzubereiten, sodass ich die drei Rennen noch mehr geniessen kann. Denn ein Rennen in den Bergen ist nochmal eine ganz andere Liga, als zum Beispiel ein Spartan Race in München oder Duisburg. Jeder, der die Möglichkeit hat und OCRs liebt, sollte nächstes Jahr mal Xletix in Kühtai oder den Spartan in Oberndorf in Angriff nehmen. Es lohnt sich und es ist ein unvergessliches Erlebnis!

Mein Trainingsplan – So bereite ich mich vor

Nach nunmehr 5 OCR in diesem Jahr kenne ich meine Stärken und Schwächen ziemlich genau. Und an den Schwächen werde ich bis zur Trifecta weiter mit Hochdruck arbeiten. Dazu habe ich mir einen Trainingsplan erstellt, der neben Laufeinheiten diverse Lauf Assistance Exercises, Krafteinheiten und auch Recorvery / Mobility Einheiten beinhaltet. Wenn Du Interesse hast, einen Blick in meinen Trainingsplan zu werfen, dann kannst Du das in meiner Insta-Story tun, in der ich jeden Tag vom Trainingsplan und den Trainings berichte. Folge mir gerne dazu auf Instagram: @Fettwech

Fazit

Die Organisation war auch einfach vorbildlich und für Oberndorf nehme ich mit, dass ich definitiv keinen Trinkrucksack benötige, da er mich nur stören würde und solange die Verpflegungspunkte annähernd so gut sind wie beim Xletix, werde ich auch nicht unter Durst oder Hunger leiden. Die dünne Luft in der Höhe stellte zudem keinerlei Problem dar, auch da war ein ich klein bisschen überrascht.

Hier mal noch ein kurzes Video des Laufs aus der Vogelperspektive, erstellt mit Relive:

Das Rennen in Kühtai war unbeschreiblich schön und wird mir für immer in Erinnerung bleiben!

Rock on,
Michael Fettwech

PS: Meine Läufe tracke ich übrigens mit der  Garmin Forerunner 235,
die sehr robust ist und bislang alle OCRs mackenfrei überstanden hat!
Wer nach einer anständigen Laufuhr sucht, die eingebautes GPS hat und den Puls über das Handgelenk misst, dem sei diese hier wärmstens empfohlen.

3 comments

  1. Lisa Boller says:

    Hello Racebuddy 🙂

    Wunderbarer Artikel! Ließt sich echt klasse.

    Kühtai war grandios. Vielen lieben Dank noch ein weiteres Mal für deine Motivation und dein “pushen”. 🙂

    Ich freue mich total für dich, dass du dich immer besser überwinden kannst, was deine Höhenangst angeht. Das hat diesmal ja schon viel besser funktioniert als in MUC. TOP!

    Freue mich auf die nächsten Rennen, die da noch so anstehen.

    Bis dahin, viel Spaß beim Schwitzen. 😉

    Beste Grüße,
    Lisa

  2. März,Georg says:

    Hallo,
    mich würde interessieren wieviel linksdrehende Milchsäuere in SKYR Natur
    enthalten ist, da ich meine Parkinsonerkrankung behandeln will.
    Bitte schreiben Sie mir an meine Mail.

    Vielen Dank! G.März

    • Michael Fettwech says:

      Hallo Georg,
      da muss ich passen. Zum einen weiss ich das nicht, zum anderen ist das ein medizinisches Thema, das ich besser denen überlasse, die Ahnung davon haben.
      VG
      Michael

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