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Die Aussagekraft der Waage

22 Kilo habe ich von Januar 2014 bis August 2014 abgespeckt, von 91 Kilo runter auf 69 Kilo. Und Mitte August war ich dann mit den ersten 15 Wochen vom Freeletics Strength & Cardio Coach durch, danach habe ich mit dem Strength Coach weitergemacht. Und mit dem neuen Coach habe ich auch meine Zielsetzung und meine Ernährung angepasst. Muskelaufbau und Carb Cycling standen auf dem Plan

Voraussetzung für Muskelaufbau: Kalorienüberschuss

Und Muskelaufbau funktioniert am effektivsten, wenn man sich im Kalorienplus befindet. Im Body Building Bereich wird dazu in wechselnde Bulking- und Cutting Phasen unterschieden. Isst man in der Bulking Phase deutlich über seinen Kalorienbedarf und nutzt man diese Zeit zum Masseaufbau, so bewegt man sich in der Cutting Phase im Kaloriendefizit und versucht, das angefutterte Körperfett wieder loszuwerden und gleichzeitig möglichst viel von den hart erarbeiteten Muskeln zu bewahren.

Muskelaufbau mit Carb Cycling

Beim Carb Cycling sind diese unterschiedlichen Phasen nicht ganz so extrem und vor allem nur über mehrere (wenige) Tage verteilt anstatt über Wochen. Vereinfacht gesprochen wechseln sich High Carb Tage mit einem Kalorienplus mit Low Carb Tagen und einem Kaloriendefizit ab, sodass man beim Carb Cycling über den Zeitraum von z.B. zwei Wochen nur einen geringen Kalorienüberschuss hat. Dies alles mit dem Ziel, möglichst fettfrei Masse zuzulegen ohne ein extremes Auf und Ab beim Körperfettanteil.

Ich geb zu, dass ich mich von dem Wert auf der Waage oftmals verrückt machen lasse und da einfach noch nicht die notwendige Gelassenheit für mich gefunden habe. Ich werde nervös, wenn mein Gewicht steigt und steigt. Aber genau darum geht es doch beim Masseaufbau!

Die bessere Waage: Fortschritt-Fotos!

Am Sonntag hatte ich dann 73,3 Kilo auf der Waage. Das sind über 4 Kilo mehr als im August. Hui, 4 Kilo sind eine ganze Menge! Und genau da kommen die Fotos wieder ins Spiel, die jeder regelmässig von sich machen sollte, um seinen Fortschritt auch optisch tracken zu können. Also habe ich mal nachgeschaut, wann ich zuletzt 73,3 Kilo auf der Waage hatte. Dieses Foto habe ich dann mit einem aktuellen Foto von Sonntag verglichen und -BAAAAM!- alles halb so schlimm! Aber schau selbst:

Michael Fettwech 73 Kilo
Links: 73,3 Kilo || Rechts: 73,3 Kilo

Selbes Gewicht, völlig anderer Körperbau, deutlich weniger Körperfett, dafür mehr Muskeln und sogar das Sixpack ist zu sehen, wo es vor ein paar Monate noch unter einer leichten Fettschicht versteckt war.

Was will ich mit all dem sagen? Nun:

– Zum Einen funktioniert die Strategie mit dem Aufbau von möglichst magerer Masse. Mein KFA ist sicherlich leicht hochgegangen, aber nicht in dem Umfang, dass ich nun eine Cutting Phase benötigen würde, um mich von Unmengen überflüssigem Körperfett zu trennen.

– Zum Anderen, dass der blöden Waage einfach nicht zuviel Aussagekraft zugeschrieben werden sollte. Man kann mit demnselben oder sogar mehr Gewicht deutlich besser aussehen und sich auch noch besser fühlen!

– Mache regelmässig Fotos von Dir! Das ist einfach so verdammt viel wert, wenn Du mal wieder Zweifel bekommst. Schau Dir an, was Du bereits geschafft hast. Vergleiche und staune! Du bist auf dem richtigen Weg, auch wenn Du vielleicht hin und wieder mal Zweifel hast. Und solltest Du nicht auf dem richtigen Weg sein, dann hast Du nun zumindest die Gewissheit und damit die Möglichkeit, etwas anzupassen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen!

Rock on,

Dein Michael

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